Nachgedacht: Müll, Chemie und Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Begriffe, die wir aktuell überall lesen und hören. Bei Facebook boomen die Plastikfrei-Gruppen, bei Instagram klettern die Follower von „Influencern“ in die Höhe, die sich mit dem Thema beschäftigen und Einblicke in ihr nachhaltiges Leben bieten.  Quasi jeder möchte plötzlich möglichst plastikfrei leben, so haben wir doch immer die vermüllten Strände, Meere und Tiere, eingewickelt in Plastik im Kopf. Keine Plastikverpackungen, -tüten oder Kosmetik mit Mikroplastik und Chemie mehr. Die Labels „vegan“ und „Bio“ spielen eine immer größere Rolle.

Vielleicht ist es nur ein Trend. Ja, vielleicht. Wie schnell lässt man sich anfixen durch die (sozialen) Medien und durch Freunde? Aber vielleicht hast du auch schon selbst auf deiner letzten Reise den Strand gesehen, der gesäumt ist von Strohhalmen und Plastikflaschen und hast überlegt, was du ändern kannst.

Und auch wenn es ’nur‘ ein Trend ist, so ist es zumindest ein sinnvoller. Und wenn schlussendlich ein Bruchteil der Menschen bei einem nachhaltigen Leben bleibt, dann ist das schon einmal besser als gar nichts.

So viel dazu.

Ich gebe zu, ich habe da immer so auf und abs. Mache mögen das vielleicht als Doppelmoral bezeichnen.

Früher hatte ich super lange Haare. Zu der Zeit war Facebook noch gar nicht so am Start, sodass ich Tage damit verbracht habe, mich durch Foren zu wühlen. Das erste, was ich dort gelernt habe: SILIKONE SIND SCHLECHT!!

Ok, macht Sinn. Irgendwie haben Silikone tatsächlich nix auf meinem Kopf zu suchen. Und auch nicht auf meinem Körper. Doch trotzdem waren sich so ziemlich in allen Kosmetika enthalten, vor allem in denen der großen Marken. Warum? So richtig weiß ich das bis heute nicht, aber vielleicht werde ich das mal erforschen.

Na ja, jedenfalls habe ich dann angefangen darauf zu achten, keine Silikone mehr in meinen Sachen zu verwenden. Ich habe viel selbst gemacht: Masken und Kuren aus Öl. Arganöl, Mandelöl… Mit Sheabutter rumexperimentiert, ätherische Öle verwendet. Irgendwie hat das Spaß gemacht, man hat sich wie eine kleine Hexe gefühlt. Irgendwann habe ich mir die Haare abgeschnitten, und so hat auch das Rumexperimentieren nachgelassen, doch das Thema „Silikonfrei“ ist geblieben, da habe ich weiterhin drauf geachtet. Von Mikroplastik und dem anderen Scheiß war damals noch absolut keine Rede.

Jetzt ist es ein großes Thema und wenn du mal so auf deine Produktpackungen guckst – ganz egal, ob Shampoo, Duschgel oder Badreiniger – siehst du nen Haufen Begriffe, den du als Laie nicht verstehst. Und dann fragst du dich vielleicht irgendwann mal: „Warum um alles in der Welt schmiere ich mir eigentlich Zeugs auf den Körper, welches ich absolut nicht verstehe? Und warum gibt es Badreiniger, Küchenreiniger, Abflussreiniger, Kalkreiniger, Glasreiniger… Reicht da nicht… Ein Reiniger? Und schlussendlich kommt der ganze Krempel, den ich nicht einmal aussprechen kann, in die Umwelt. Hm, irgendwie uncool“. Schön, wenn man schon mal an dem Punkt angekommen ist. Ganz zum Schluss stellt man sich vielleicht noch die Frage, wie die Leute das früher eigentlich gemacht haben, als es diese ganzen Chemiebomben noch nicht gab.

Wisst ihr, ich bin Anfang bis Mitte 2016 durch Asien gereist und der Müll hat sich an Ecken und Enden gestapelt. Nachts wurde dann mal so ein Müllhaufen angezündet, aber Plastik und Glas mitten in der Natur verpuffen ja nicht so einfach. Das wär ja zu schön. Ich habe zu dem Zeitpunkt schon lange keine Plastiktüten mehr verwendet und wir wurden ein wenig erstaunt angeschaut, als wir diese in den Läden abgelehnt haben. Ich möchte mich nicht komplett freisprechen, denn hin und wieder landet tatsächlich mal eine Plastiktüte hier, auch heute noch. Beim Obst oder Gemüse kaufen zum Beispiel – wenn keine Papiertüte vorhanden ist, man zu viel kaufen möchte, um alles in die Hand zu nehmen und man es immer noch nicht geschafft hat, ein Netz zu besorgen. Aber dann verwenden wir die Dinger definitiv mehr als dieses eine Mal.

Ok, ja, wir haben viel Müll in Asien gesehen. Das war erschreckend, aber irgendwie… so dumm das klingt, gehörte es dazu. „Ist da halt so“. Manchmal wurde dann beim Einkauf drauf geachtet, plastikfreie Alternativen zu verwenden, manchmal halt auch nicht.

Nun bin ich so weit, dass ich gerne drauf achten möchte und wieder mehr Zeugs selber machen möchte. Denn ich stelle mir wirklich die Frage: Wie wurde das früher gemacht, welche Produkte wurden benutzt? Die Auswahl im Laden war viel kleiner und man war gezwungen, einfache Produkte zu verwenden und viel selbst zu machen. Und: Braucht man wirklich so viele Sachen, die weggeschmissen werden? Gibts das nicht auch in wiederverwertbar? Ernsthaft, diese ganze Chemie und die 1000 Einwegprodukte muss man sich doch echt nicht geben.

Status Quo:
  • Das letzte Shampoo aus der Flasche wurde aufgebraucht und gegen ein festes Shampoo von Lush ersetzt, welches noch in meinem Badezimmerschrank lag – das nächste wird dann vielleicht komplett selbst gemacht.
  • Das Duschgel wird gerade noch zu Ende verwendet und dann ebenfalls ersetzt. Ich habe richtig Bock drauf Seife selbst herzustellen.
  • Ich habe Einweg-Wattepads gegen Mehrfach-Wattepads, die einfach gewaschen werden können, eingetauscht.
  • Ich habe gerade Waschsoda gekauft, um Reinigungsmittel selbst herzustellen.
  • Ätherische Öle sind eingezogen und Teebaumöl war sowieso schon immer in der Anwendung.
  • Jutebeutel werden eh schon immer mitgeschleppt, das ist gar keine Frage.

Wie auch immer. Alles, was noch vorhanden ist, wird jedenfalls noch aufgebracht und Stück für Stück wird mal wieder der Hexenkessel angeworfen.

 

 

 

 

Review: Fotobuch von Saal Digital

Direkt vorweg:  Saal Digital kann ich euch absolut empfehlen was Fotobücher, -hefte und Prints angeht. Die Qualität und der Preis sind unschlagbar und echt nicht zu vergleichen mit den Produkten, die man bei dm an den Direkt-Druck-Automaten erhält. Klar, wenn ich ein paar Bilder sofort benötige und keine Zeit mehr zum Bestellen habe, drucke dort auch manchmal, aber wenn es etwas hochwertiger sein soll und ein paar Tage Wartezeit klar gehen, kann ich euch Saal Digital absolut empfehlen.

So, nun habe ich das Wichtigste zu Anfang rausgehauen. Liest jetzt überhaupt noch jemand meinen Post? Wenn euch die Info „Saal Digital ist gut“ ausreicht, dann habe ich hier an dieser Stelle wohl schon meine Pflicht getan, solltet ihr noch ein paar mehr Details und Bilder haben wollen, lest weiter. 🙂

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Models gesucht – freie Projekte 2017

In knapp einem Monat bin ich wieder in Deutschland! 🙂 Während meiner Reise ist mir klar geworden, dass ich mein Portfolio das restliche Jahr über gezielt in bestimmten Bereichen erweitern möchte.

Du hast Bock mit mir zusammen zu arbeiten? Dann lies schnell weiter, hier erfährst du was ich vorhabe, wen ich suche und wie du Dich bemerkbar machen kannst!

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